Bewegungsunschärfe

Ihr wollt, das Tempo, Bewegung und Geschwindigkeit im Bild so richtig rüberkommen, habt aber keine Ahnung, wie ihr das hinbekommt? Ist eigentlich nicht so schwierig und auch wenn Adobe Photoshop oder andere Bildbearbeitungsprogramme, das Thema heutzutage unterstützen, könnt ihr es auch „old school“ kameratechnisch lösen.

Lasst uns kurz ein paar grundlegende Details klären.

Allzu viel Technik gibt es diesmal nicht zu klären. Bewegungsunschärfe erreicht Ihr mit einer längeren Belichtungszeit. Klingt zunächst mal einfach. Je nachdem wie schnell sich das Objekt bewegt, ist eine Bewegungsunschärfe jedoch auch schon bei extrem kurzen Belichtungszeiten vorhanden. Denkt Sie z.B. an den Flügelschlag eines Kolibris oder einen Rennwagen. Es kommt also immer ein wenig auf das Objekt an und welche Bewegungsunschärfe ihr genau darstellen möchtet. Möchtet ihr ein gallopierendes Pferd aufnehmen, reicht meist schon 1/60 Belichtungszeit aus, um das Pferd bzw. die Beine etwas unscharf dar zustellen.

Alles was ihr also tun müsst, ist mit der Belichtungszeit spielen, um das bestmögliche Ergebnis heraus zu holen.

Kommen wir zur Praxis. Geschwindigkeit im Bild darstellen.

Die schwierigeren Aufnahmen sind diese, bei denen das sich bewegende Objekt scharf ist, jedoch der Hintergrund verwischt ist. Diese Technik untermalt die Geschwindigkeit des Objekts optimal. Solche Bilder kennt Ihr vielleicht von Rennwagenaufnahmen oder jagenden Tieren.

Hierbei fokussiert Ihr das Objekt an und zieht die Kamera in der Geschwindigkeit des Objektes mit. Nutzt für diese Technik nicht unbedingt Belichtungszeiten kleiner als 1/20. Es bedarf einer Menge Übung die richtige Geschwindigkeit beim Mitziehen zu treffen. Geht einfach auf die Straße und übt an vorbeifahrenden Autos.

Normale Darstellungen von  Bewegungsunschärfe erreicht ihr schon durch Aufnahmen mit dem Stativ von sich bewegenden Objekten. Gerade bei Dunkelheit können hier interessante Effekte erzielt werden. Stellt Euch beispielsweise eine belebte Fußgängerbrücke vor oder eine andere Straßenszene, die ihr mit langer Belichtungszeit ablichtet. Wichtig ist dabei eben nur, dass die Umgebung scharf ist. Bilder wirken sonst schnell einfach nur generell unscharf und man erkennt nicht mehr, dass der Fotograf die Bewegung einzelner Objekte untermalen wollte. Dazu ist es notwendig ein Stativ zu verwenden.

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