Portraitfotografie

Portraitfotografie / Menschen fotografieren

Eine schwierige Frage, die ihr euch selber stellen müsst, ist es, ob ihr fremde Menschen um Erlaubnis für ein Foto fragt oder ein Teleobjektiv nutzt, um Szenen ungestellt einzufangen. Beachtet dabei, dass es in einigen Kulturen unerwünscht ist, fotografiert zu werden. Auch muss man respektieren, wenn SeraMonasteryMenschen nicht fotograsfier werden möchten, aus welchen Gründen auch immer. Entdeckt man euch fotografierend mit dem Tele kann dies zu unangenehmen Situationen führen. Dies soll aber nur ein kurzer Hinweis sein, mehr darüber findet ihr in der Rubrik „Bettler und Geldgeschenke“.

Genauso kann es euch aber passieren, dass das Gegenüber ohne Hintergedanken Spaß daran hat, fotografiert zu werden, sich stolz präsentiert und ihr in kürzester Zeit eine Verbindung aufbaut. Dabei entstehen natürlich die besten Portraitfotos.

Lasst uns kurz ein paar grundlegende Details klären.

Die richtige Objektivwahl richtet sich nach der Strategie, die aus oben gestellter Frage hervorgeht. Mit dem Teleobjektiv könnt ihr unbeobachtet aus größerer Entfernung FiestadeLempiraungestellte Szenen oder Mimik einfangen. Fragt ihr vorab um ein Foto, könnt ihr natürlich näher an das Motiv heran und müsst alle Register ziehen in der Kürze der Zeit etwas wie eine Beziehung zum Menschen aufzubauen, da sonst die Aufnahmen oft etwas verkrampft wirken. Wir nutzen in diesen Situationen gerne ein Objektiv um die 50mm Brennweite.

Kinder sind da anders. Manche von denen posen gerne vor der Kamera und freuen sich hinterher ein Blick auf das Display zu werfen. Alles wirkt sehr natürlich.

Da ihr beim Portrait meist den Hintergrund nicht zu sehr betonen wollt, arbeitet ihr meist mit einer großen Blendenöffnung (kleine Blendenzahl). Das bewirkt, dass der Hintergund verschwommen ist. Auch ein Teleobjektiv begünstigt aufgrund der großen Brennweite das Verhältnis der Tiefenschärfe.

Sonnenstand und Schlagschattenproblematik

Wichtig ist der Sonnenstand. Achtet unbedingt auf Schlagschatten im Gesicht durch ungünstigen Arwaicheer (3)Lichteinfall und platziert das Motiv ggfs. in einem anderen Winkel zum Licht. Vielleicht ist euch bei Profifotografen draußen schon einmal aufgefallen, dass diese mit Reflektoren arbeiten, um eine gleichmäßige Ausleuchtung des Gesichts zu erreichen. Es kann sogar auch mal nötig zu sein, dass Objekt selbst bei augenscheinlich genügend Licht anzublitzen. Damit gelingt es auch schon oft, Schlagschatten aufzuhellen. Wir gehen nämlich eher davon aus, dass ihr auf der Reise keine Reflektoren dabei haben werdet. Schön wirken immer Beleuchtungssituationen, wo ihr mit indirektem Licht arbeiten könnt. Beispielsweise wird das Motiv hier von einem reflektierenden Gegenstand angeleuchtet. Aber nicht immer bieten sich solche Situationen natürlich.

Macht euch vorher Gedanken, was euch genau an dem Motiv Xiahe Monastery (44)begeistert. Ist es nur das Gesicht oder aber eine mit dem Menschen verbundene Tätigkeit. Gestaltet euer Foto so, dass ihr das zum Ausdruck bringt. Entscheidet euch also für ein Portraitfoto, wo das Gesicht der Hauptbestandteil des Bildes ist oder integriert Gegenstände, Tätigkeiten oder Ortsmerkmale, die eine kleine Geschichte zum Motiv erzählen. Stellt euch beispielsweise einen Fischer mit markantem Gesicht vor, ihr könnt hier eine Portraitaufnahme machen oder ihn aber auch fotografieren, wie er beispielsweise sein Netz knüpft.

Zur Fotografie von Menschen gehört aus unserer Sicht ein wenig Feingefühl und Kommunikation zum Objekt. Das verlangt ein bisschen Übung und ist sicherlich auch nicht jedermanns Ding.

 

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