Seekrankheit

Seekrankheit oder auch: Ungewolltes Fische füttern

Manchmal wird deutlich, dass die Natur einen Sinn für Ironie hat. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich zum einen das Tauchen liebe, zum anderen allerdings fürchterlich und ich meine wirklich fürchterlich seekrank bin.

Das Erkennen dieser Tatsache war ein schmerzvoller Prozess, auch wenn ich gerne auf Tauchtrips mitgenommen wurde, da ich meinem Mageninhalt die Fischschwärme angelockt habe. Auf unserer Reise um die Welt haben wir unzählige Tipps erhalten, die Sache in den Griff zu bekommen. Hier ist eine kleine Rangliste über einige Hilfsmittel gegen Seekrankheit.

#1. Immer den Horizont im Blick halten

Der Klassiker erleichtert jedem eine Bootsfahrt. Auch Menschen, die sonst nicht anfällig sind, können bei einem starken Seegang von diesem Trick profitieren.

#2. Handschmeichler

Manchmal hilft es schon sich etwas abzulenken. Ein Handschmeichler soll Körper und Geist beschäftigen und vergessen lassen, dass man sich gerade auf dem Wasser befindet. Als alleiniges Hilfsmittel vielleicht nicht perfekt, aber in Kombination mit anderen Punkten trotzdem nützlich.

#3. Der richtige Platz auf dem Schiff

Es gibt gute und extrem schlechte Plätze auf einem Boot. Das einladend wirkende Sonnendeck ist meist der denkbar übelste Platz für Menschen mit Seekrankheit. Meist liegen diese Decks in der 1. oder 2. Etage und je höher desto schaukeliger wird es. Übertriebene Sonne macht die Sache auch nicht besser. Der beste Platz ist meist ein Schattenplätzchen auf der untersten Ebene so weit wie möglich hinten (da liegt das Boot am niedrigsten) und optimaler Weise mit ein bisschen Frischluft. Aber auch hier nie vergessen: Der Blick auf dem Horizont muss frei sein!

#4. Ingwer

Die Pflanzenkraft unter den Seekrankheitsmitteln. Ingwer stärkt den Magen und beugt Übelkeit vor. Es gibt unterschiedliche Darreichungsformen z.B. als Tee, in kleinen Stücken. Oftmals werden in Tauchgebieten auch schon spezielle Ingwerkapseln angeboten.

#5. Arzneimittel

Bei einer starken Ausprägung hilft leider nichts anderes als ein passendes Arzneimittel. Die meisten Länder bieten verschiedene Mittel an. Hier muss jeder für sich selber herausfinden, welches Mittel am besten zum eigenen Organismus passt. Wichtig ist jedoch das Mittel vorab einmal „trocken“ zu testen. Denn viele haben eine unangenehme Nebenwirkung und machen extrem müde, in diesem Zustand darf natürlich nicht getaucht werden – Always Safety First

Ich lag sehr oft in Embryonalstellung zitternd und mich übergebend auf irgendwelchen Booten rum. Mittlerweile kann ich durch die Kombination einiger der obigen Tipps entspannt auch bei stärkerem Wellengang Tauchen gehen, sogar eine Woche auf einem Live-Aboard unterwegs sein. Falls alle Stricke reißen, füllt immer wieder euren Magen mit Flüssigkeit und weicher Nahrung auf. Es gibt nichts Schlimmeres als sich mit leerem Magen zu übergeben. Und falls es euch mal unter Wasser überkommt: Immer den Regulator im Mund behalten, die Konstruktion hält das aus und garantiert, dass ihr beim Einatmereflex anschließend kein Wasser einsaugt.

Also falls ihr denkt ihr müsst das Tauchen wegen anhaltender Seekrankheit an den Nagel hängen, vielleicht geben euch die Tipps ja noch ein bisschen Hoffnung, denn diese stirbt bekanntlich zuletzt. Viel Spaß beim Abtauchen.

SegeltourLangawi (7)

 

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