Skylines bei Tag und Nacht

Skylines bei Tag und Nacht

Die weltbekannten Skylines von Hongkong, Singapur, New York oder Shanghai begeistern uns und sind HongKong (67)auch für andere Reisende oft das perfekte Erinnerungsfoto an den Urlaub. Nur stellt man dann am Laptop oder zu Hause fest: Irgendwie ist es nicht das, was man da gesehen hat. Dabei läuft eine Skyline nicht weg und ihr habt alle Zeit der Welt ein paar Kameraeinstellungen für vernünftige Aufnahmen durchzuführen.

Lasst uns kurz ein paar grundlegende Details klären.

Zu aller erst ist die richtige Objektivauswahl wichtig. Für eine Skyline eignet sich meist ein Weitwinkel gut, damit ein möglichst großer Ausschnitt enthalten ist. Der gewählte Bildausschnitt sollte harmonisch sein und die wichtigsten Bauwerke enthalten. Wandern Sie mit dem Auge aufmerksam im Sucher umher und schauen, ob Sie auch keine Details beschnitten haben. Es wirkt hinterher sehr störend, wenn zwar grundsätzlich das Bild gut gelungen ist, aber die Antenne des höchsten Gebäudes aus dem Singapur (101)Bild hinaus läuft.
Nutzt je nach Lichtverhältnissen auch hier ein Stativ und für eine gute Tiefenschärfe eine große Blendenzahl (kleine Blendenöffnung).
Die Stativempfehlung gilt besonders für Nachtaufnahmen. Wasser im Vordergrund lässt sich effektvoll einsetzen. Haltet Ausschau nach den besten Punkten. Manchmal kann sogar ein Brunnen oder eine Pfütze schöne Spiegelungen hervorrufen und gut in das Bild integriert werden.

Kommen wir zur Praxis. Eine Skyline in Szene gesetzt

Besonders effektvoll wirkt eine Skyline bei Nacht, wenn sie beleuchtet ist.
Ihr braucht auf jeden Fall ein Stativ für die Aufnahme. Nutzt einen Fernauslöser oder den eingebauten Selbstauslöser der Kamera, damit das Stativ beim Auslösen nicht wackelt.
Nutzt für optimale Schärfe eine kleine Blendenöffnung, bei Nacht jedoch auch nicht zu klein, damit die Belichtung nicht allzu lange dauert. Manchmal muss je nach Lichteinfall bis zu 30 Sekunden belichtet werden. Achtet darauf, dass kein seitliches Licht von einer Laterne o.ä. einfällt.
PerthSkylineNachtWenn ihr eine Skyline von einem Punkt aus fotografiert, wo Verkehr herrscht, erhaltet ihr darüber hinaus den spannungsreichen Effekt von laufenden Lichtspuren. Es kann dann aber auch schnell ein bisschen „too much“ werden. Deshalb probiert hier unbedingt auch noch andere Einstellungen. Versucht mit unterschiedlichen Belichtungszeiten den besten Effekt herauszuarbeiten.

Blitzlicht beim Selbstportrait vor der Skyline

Oft haben wir beobachtet, dass Leute abends vor der angeleuchteten Skyline ein Foto von sich selbst schießen. Da wird kurz geblitzt und gedacht, alles ist im Kasten. Falls ihr das auch schon einmal so praktiziert habt, wetten wir mit euch, dass euer Bild zu Hause im Hintergrund relativ schwarz war und von der Skyline so gut wie nichts zu sehen ist. Es sei denn ihr habt im Nachtmodus mit extrem hoher Lichtempfindlichkeit fotografiert. Das führt aber meistens zu körnigen Bildern und so auch nicht zu reizvollen Ergebnissen. Wollt ihr es richtig machen, nutzt unbedingt auch hier ein Stativ und eine lange Belichtungszeit und setzt zusätzlich einen Blitz ein, kurz bevor die Blende schließt (Blitz auf den zweiten Verschlussvorhang) oder falls eure Kamera dies nicht beherrscht, blitzt am Anfang und lasst dann die längere Belichtung laufen. Dies gewährleistet, dass der Vordergrund, also Ihr, durch den Blitz erhellt werdet und die Skyline durch die lange Belichtungszeit. Das Ergebnis sollte passen.

 

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