Stopover Istanbul

12 Stunden Stopover am Sabiha Gökçen Airport in Istanbul?! Das klingt nicht gut. Istanbul_BlaueMoschee Außer man macht das beste daraus und stürmt direkt übermüdet nach der Landung am frühen Morgen zum Ausgang, nimmt den erstbesten Bus, der nach einer Fahrt ins gut 1 Stunden entfernte Zentrum aussieht und schaut der türkischen Metropole beim Aufwachen zu.

Taksi vs Taksim

Die Unruhen am Taksim Platz erschweren uns den Einstieg. Es bedeutet, der Bus hält nicht dort, wo wir erwarten, sondern an einem Ausweichpunkt. Leicht orientierungslos und unvorbereitet werden wir leichte Beute der örtlichen Taxifahrer, die um uns geschart ihre Chance wittern, unsere Frage nach der Richtung zum Taksim Platz frei als Frage nach dem Taxi zu übersetzen. „Where is the Taksim?“ „Taksi, Taksi no problem is here, Taksi here“.

Verpackungskünstler am Werk

Eine Stunde später, wir haben die Taksi Fahrer abgeschüttelt, befinden wir uns schon auf dem Fußweg OrtaköyMoscheeIstanbulzur berühmten Ortaköy-Moschee, den wir in Länge unterschätzen, in Attraktivität überschätzen. Kurz vor der Bosporus Brücke, direkt am Meer eröffnet sich dann eine kleine Enttäuschung. Das ganze Bauwerk ist nach Christo-Art komplett verhüllt. Renovierungsarbeiten. 1,5 Stunden Fußweg umsonst.
Also geht es zurück in die Stadt, diesmal aber mit einem Bus, denn wir haben ja heute nicht ewig Zeit.

Mitten ins Zentrum

In der Nähe der Galata Brücke steigen wir aus und überqueren diese. Gesäumt ist die Brücke von Istanbul Galata Brückeunzähligen Anglern, die den herausgezogenen Fischen kurz vor dem Ableben noch ein unvergleichliches Panorama mit Blick auf die Hagia Sofia und die Sultan Ahmed Moschee bieten. Das ist edel. Edelfisch.

Bevor wir allerdings in Richtung dieser Moscheen aufbrechen, wollen wir noch den Labyrinthen des großen Basars einen Besuch abstatten. Atmosphäre wie in 1001er Nacht kommt nicht so richtig auf, denn irgendwie müssen wir feststellen, ein Basar ist auch nichts anderes, als ein Shopping Center, halt nur etwas archaischer und nostalgischer und hört sich besser an. Großes Kopfkino ist am Ende eben auch nur die Realität. Neben jeder Menge Bling-Bling Shops reihen sich hier noch mehr Anbieter von Textilien und Leder.Istanbul_großer Basar

Mezze in der Mittagssonne

So viel Entdeckungsgeist macht hungrig. Auf dem Weg zu den Moscheen kommen wir an unzähligen kleinen Restaurants vorbei und können den vielen Mezze, kleinen Vorspeisen, nicht widerstehen, außer den Fischen, die wahrscheinlich eben noch fröhlich im Meer zwischen Europa und Asien schwammen und probieren uns ein wenig durch die Speisekarte. Nach einem türkischen Kaffee sind wir gestärkt genug, die letzten Stationen in Angriff zu nehmen. Förmlich saugen wir die trubelige Atmosphäre rund um die Moscheen in uns auf.

Ein Blick auf die Uhr verrät uns, dass wir schon so langsam die letzte Station unseres Tages in Istanbul in Angriff nehmen sollten. Unweit von hier liegt die Yerebatan Zisterne. Versteckt unter der Oberfläche, angenehm kühl, denn es handelt sich um ein künstlich angelegtes unterirdisches Wasserreservoir, nehmen wir Abschied von der Stadt.

Istanbul_BlaueMoscheeschwarzweiß         IstanbulInnenplatzMoschee

Yerebatan Zitadelle

Zeit für ein Fazit

Auf dem Weg zurück zum Flughafen ziehen wir dann unser Fazit: Wow. Die Stadt hat es in sich. Quirlig, interessant, imposant – eigentlich zu schade für nur einen kurzen Stop-Over. Istanbul hat Wiederholungscharakter.

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