Stopover New York

Worldwide-Wings geht fremd, also zumindest ein Teil. Denn dieses Mal habe ich Marc zu Hause gelassen und mich ohne ihn auf den Weg nach New York gemacht. Aber trotzdem war ich nicht alleine, denn es wurde zu einem Familienausflug mit meiner „kleinen“ Cousine. Da wir nur 5 Tage in der Metropole hatten, bedurfte es akribischer Planung. Somit haben wir uns intensiv mit Hilfe einer Menge Pizza auf unser Projekt vorbereitet, das volle Programm mit Excel Tabelle und angemalter Map…

Mit der Bummelbahn nach Midtown

Nach einer unfassbar langsamen Fahrt mit der Subway von JFK nach Midtown setzt spontan unsere Nackenstarre ein, als wir an der 34th in der Nähe des Empire State Building mit unserem Gepäck aus der U-Bahn Station springen und durch die Häuserschluchten schreiten. Die Dauerkulisse aus Filmen und Serien wirkt so vertraut, dass ich aufpassen muss nicht irgendjemanden zu fragen, wie man das Ganze hier nach King Kong und Gozilla wieder so originalgetreu aufgebaut bekommen hat.

 

Geflasht von der Tatsache mitten in New York zu stehen, ignorieren wir unsere aufkommende Müdigkeit, schmeißen unser Gepäck aufs Zimmer und machen uns bei mittlerweile strömenden Regen für die nächsten Stunden auf unsere erste Runde in unserer Umgebung Public Library, Grand Central Station und dem Times Square. Irgendwie alles schon einmal gesehen und trotzdem bekommen wir das Grinsen nicht aus dem Gesicht bis uns schließlich die Tatsache überkommt, dass wir in unserer Zeitzone schon weit nach Mittenacht haben.

Dank des unglaublich netten Rezeptionisten in unserem kleinen Hotel müssen wir uns für die nächsten fünf Nächte kein 1,20 Meter Bett teilen, sondern erhalten noch ein Zwei-Bett-Zimmer. Egal wie nah man seiner Familie auch steht, das Löffelchenthema ging dann doch irgendwie zu weit:) Bewaffnet mit einer Großladung Essen lassen wir den ersten Tag mit einem typischen „Ü30 Mädelsabend“ ausklingen, natürlich im American Style mit Sandwiches und einem sehr blutigen UFC Kampf im Fernsehen – Hammer Fight.

Eier grabschen an der Wall Street

Abgesehen davon, dass uns die Sonne in den ersten Tagen immer auf den nächsten Morgen vertröstet, läuft alles nach Plan. Da Mandy, wie fast alle Menschen außer mir, ein Smartphone besitzt, komme ich sogar ab und an dem Selfie-Ding etwas näher:) Ein bisschen schräg finden wir allerdings die Selfie-Orgie der Massen vorm 9/11 Memorial. „Hey schaut mal, das bin ich vor dem Ort der tausende Leben ausgelöscht hat.“ Lustiger hingegen ist da doch das fröhliche „Eier grabschen“ beim Wall Street Street Stier.

 

Die Statue of Liberty kassieren wir mit der Staten Island Ferry ein, wir laufen die „High Line“ entlang, der Trassenweg einer ausgedienten Bahn in ein paar Meter Höhe, sehr hübsch gemacht und irgendwie unspektakular spektakulär. Wir nehmen uns einen Tag lang fast jede Straße zwischen dem Empire State Building, der Madison, 8th Avenue und der Mitte des Central Parks vor – mehrmals. Unsere vorgebuchten Tickets zum Dach des ESB bringt uns vor allem dem Dunst der Stadt näher, aber egal, wir waren kurz davor mit King Kong abzuklatschen.

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Die Brücken der Stadt

Am dritten Tag hält die Sonne endlich mal Wort und wir starten unseren großen Tag wie immer schon um 7 Uhr. Mit der Subway geht es runter nach Brooklyn um etwas durch die Straßen von DUMBO zu ziehen und für endlose Fotos am Brooklyn Bridge Park zu stoppen. Bei absolutem Kaiserwetter laufen wir über die ikonische Brooklyn Bridge zurück nach Manhatten. Ich liebe Brücken und diese schießt sich in der Rangliste gleich in die TOP 3. Außerdem liebe ich chinesisches Essen und als wir kurze Zeit später Chinatown erreichen, blüht mein Herz auf, als wir den vegetarischen Dim Sum Laden entdecken. Chinese „Spare Rips“ aus Yams, der Tag kann kaum perfekter werden. Aber er gibt sich weiterhin Mühe: Denn auch die nächsten Viertel Little Italy, Soho und Noho, die Atmosphäre am Union Square, und das coole Flatiron Building, lassen uns vergessen wie viele Kilometer wir heute schon abgerissen haben. Als wir am Nachmittag einen kurzen Zwischenstopp im Hotel machen, leuchten wir im dunklem Zimmer, das Thema Sonnencreme wurde von uns beiden etwas verpeilt.

Von Kalifornien nach Jerusalem?

Nach der ganzen Rennerei in den ersten Tagen „reisen“ wir an Tag 4 nach Coney Island, sowohl der Brighton Beach als auch der Luna Park wirken nicht ansatzweise, als ob sie ein Teil von NY sind. Die leuchtenden Farben erinnern eher an Kalifornien. Wir suchen uns eine Achterbahn aus, bevor wir uns mal wieder den Bauch vorschlagen und den nächsten Sonnenbrand kassieren. Williamsburg ebenfalls in Brooklyn wird uns vom Reiseführer als Szeneviertel angepriesen, vielleicht liegt es daran dass wir an einem Samstag da sind oder wir die falschen Straßen abklappern, aber statt einem Szenenviertel, wandern wir durch eine beachtliche jüdisch orthodoxe Gemeinde in den feinsten Klamotten, was unseren Ausflug hierher nicht weniger interessant macht.

Vor unserem Abflug am letzten Tag gönnen wir uns noch einmal das Rockefeller Center. Und der Wahnsinnsblick auf den Central Park und vor allem dem ESB lässt uns gleich 2 Stunden hier oben verweilen. Da wir neben unserem Sightseeing uns vor allem von einem „Snack“ zum nächsten gehangelt haben, schließen wir unseren Trip mit einem perfekten „Red Velvet Cheesecake“ von der Magnolia Bakery ab!

   

 

 

4 Comments on “Stopover New York

  1. Wenn ich den Artikel lese, bin ich schon wieder mittendrin <3
    Es war sooo schön mit dir!!
    Und: super Artikel 😉

    Dicken knutscha an meine Lieblingscousine :-*

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