Die richtige Tauchschule auswählen

Tauchschulen gibt es wie Sand an dem Meer, wo ihr die Tauchschule sucht. Nicht nur Tauchanfänger, auch erfahrene Taucher, die ihre Ausbildung fortsetzen oder ein paar Fundives machen wollen, sehen sich oft der Frage gegenüber: Welche Tauchschule ist die Richtige für mich?

Zu allererst solltet ihr sicherstellen, dass die ausgewählte Tauchschule einer renommierten Organisation wie PADI, SSI oder CMAS angehört. Dies gibt Tauchern die Sicherheit, dass das Ausbildungsniveau durch die jeweilige Organisation in regelmäßigen Abständen kontrolliert wird.

In einem persönlichen Gespräch findet ihr den Rest dann schnell heraus. Hierzu sollte sich eine qualifizierte Person der Tauchschule Zeit nehmen und Fragen geduldig beantworten. Allzu oft befindet man sich hier schon im hitzigen Tagesgeschäft einer Schule, wo Fragen zwischen Tür und Angel beantwortet werden. Neben Sympathie und erstem Eindruck geben weitere Punkte auf der Checkliste Aufschluss.

Lost in translation

Viele Tauchschulen in Urlaubsgebieten bieten mehrsprachige Kurse an. Englisch ist meist Standard. Daneben findet ihr je nach Urlaubsgebiet oft auch Kurse bei deutschsprachigen Tauchlehrern. Dies ist gerade für Leute sinnvoll, deren Englisch nicht so sicher ist und reduziert den Stress. Unterrichtsmaterial sollte ohnehin in der Muttersprache vorliegen. Gerade in Asien empfiehlt es sich, bei Bedenken zu hinterfragen, ob die Kurse tatsächlich von einem qualifizierten Tauchlehrer und nicht von einer weniger qualifizierten Person durchgeführt werden, was offiziell nicht zulässig ist. OK ich lebe auch noch und habe meine ersten Tauchübungen damals in Malaysia mit einer Divemasterin anstatt wie vorgeschrieben mit dem Instructor gemacht. Notfalls könnt ihr euch sogar beim Verband erkundigen, ob der jeweilige Tauchlehrer die nötigen Qualifikationen hat. Jeder Tauchlehrer erhält eine Verbandsnummer.

Wie groß ist die Gruppe?

Angenehm ist es, wenn die Tauchschule einen extra Raum für den theoretischen Teil zur Verfügung stellt. In Ruhe lassen sich die diversen Themen besser verstehen.

In kleineren Gruppen mit bis zu fünf Teilnehmern hat der Ausbilder genügend Zeit, sich um jeden Einzelnen ausreichend zu kümmern. Gerade bei den Grundübungen im Pool treten hin und wieder Probleme auf, die eine persönliche Betreuung verlangen. Ohnehin ist die maximale Anzahl der Schüler pro Instructor auf 8 begrenzt. Unterstützen Divemaster bei der Ausbildung, kann die Anzahl was höher sein. Auch für einen Fundive gilt, dass die Gruppe pro Guide nicht allzu groß sein sollte.

Equipmentcheck

Ist das Equipment in einem vernünftigen Zustand? Ein kurzer Blick in den Ausrüstungsraum genügt. Sehen Tarierwesten, Atemgeräte, Brillen, Flossen und Tauchanzüge gepflegt aus? Die optische Kontrolle sollte positiv ausfallen. Bietet die Tauchschule auch Tauchcomputer zum Ausleihen insofern ihr keinen eigenen habt?

Lange Ausfahrt zu den Tacuhplätzen

Werden spätere Tauchgänge von einem Boot ausgeführt, ist auch ein Blick auf das Boot oder wenigstens auf ein aktuelles Foto des Bootes sinnvoll. Je nach Länge des Ausflugs sollten einige Annehmlichkeiten und genügend Platz vorhanden sein. Zur Grundausstattung gehören Erste-Hilfe Sets und Sauerstoff. Bei langen Ausfahrten ist in der Regel ein Lunch und Getränke enthalten. Erkundigt Euch vorab, wie lange die Ausfahrten zu den Tauchplätzen dauern. Das Boot sollte einen gepflegten Eindruck vermitteln und den üblichen Sicherheitsstandards entsprechen.

Das Riff sauber halten – Umweltbewusstsein und Taucherverhaltenscodex

Zu befürworten ist ebenfalls, dass die Tauchschule vor Ort in ökologische Aktivitäten involviert ist. Regelmäßige Säuberungstauchgänge, Strandreinigungen, Riffüberprüfungen und die strenge Einhaltung eines ökologischen Verhaltenskodex beim Tauchen werden immer wichtiger zum Schutz der Riffe.

Im Internet findet man zu vielen Tauchschulen Einschätzungen anderer Taucher, die bereits Erfahrungen mit der jeweiligen Schule gemacht haben. Diese Berichte runden den persönlichen Eindruck perfekt ab.

Wir hoffen, Euch ein paar hilfreiche Tipps zur Auswahl einer Tauchschule in unserem kurzen Reiseworkshop gegeben zu haben. Euer Unterwasser-Abenteuer kann jetzt starten. Macht Euch allerdings auch nicht allzu viel Stress. Das Grundniveau der meistenTauchschulen ist schon ganz OK. Wir sind bereits in vielen Ländern getaucht und ganz schlechte Erfahrungen hatten wir bei der Auswahl der Tauchschule bisher nicht.

Schreibe einen Kommentar

Close