Von Tel Aviv bis Sharm el Sheik – Überland durchs heilige Land

 

  Als wir mitten in der Nacht in Tel Aviv landeten, überlegten wir nicht lange, uns in ein Taxi zu setzen. Für rund 40 Euro ging es den Highway entlang bis mitten in die Stadt zu unserem Hostel an der Allenby ST . Nach über 24 Stunden auf Tour, wir hatten einen Stopover in Istanbul eingelegt, fielen uns sofort die Augen zu. Mit Sonnenaufgang verliebten wir uns auch schon in die Metropole am Meer. Eine Mischung aus sonnigem Strandfeeling kombiniert mit Geschichte, Kunst und ein wenig „shabby chic“ durch die vielen Bauruinen, motivierte uns für 3 Tage zu endlosen Erkundungstouren zu Fuß. Wären wir nicht zeitlich so unglaublich limitiert gewesen, hätten wir es hier locker für ein paar Wochen aushalten können, vielleicht auch noch ein wenig begünstigt durch die weltbesten Falafel und Shakshuka.                TelAviv (33) - KopieTelAviv_Jaffa (14)

Jerusalem_Grabeskirche (2) Als wir knapp vor den Mauern von „Old Jerusalem“ voller Euphorie aus dem Bus stiegen, erwischte uns die hektische, angespannte Stimmung ohne Vorwarnung. Auch der Gastgeber des vorgebuchten „New Palm Hostel“ versuchte ständig noch etwas Extrageld aus uns herauszulocken. Jerusalem hat wie keine andere Stadt, die wir bislang kennengelernt haben, zwei Gesichter.Jerusalem_Klagemauer (23) - Kopie Alt-Jerusalem ist geteilt in ein jüdisches, moslemisches, armenisches und christliches Viertel, alle überschwemmt von extrem Gläubigen, die sich untereinander teilweise nicht mal eines Blickes würdigen, hinzu kommen die Souvenirhändler, denen es egal ist, ob sie ein Kreuz oder die Hand Fatimas an die Touristenmassen verscherbeln. Wir liefen endlos durch die Gassen, aber immer wieder trieb es uns zum „Luft“ schnappen ins neue Jerusalem mit seinen entspannten Cafés – eine komplett andere Welt. Nach Ausflügen ins Westjordanland über eine der „härtesten Grenzen der Welt“ bei Bethlehem und ans Tote Meer traten wir unsere Weiterreise über die King Hussein Bridge nach Jordanien an. Da am Sabbat in Jerusalem der öffentliche Transport zum Erliegen kommt, fuhren wir an einem Freitag los, früh genug um vor dem großen Freitagsgebet im moslemischen Amman unsere Unterkunft zu erreichen.

EinGedi_Nature Reserve (37)               Bethlehem_WestBank_Wall (13)

Die jordanische Hauptstadt ließ sofort wieder eine uneingeschränkte Begeisterung in uns aufkeimen. Nicht zuletzt wegen der unbeschreiblich netten Gastgeber aus unserem 12 Euro Hostel. Amman (13)Doch sympathische Menschen sollten in Jordanien zur Regel werden, bis auf wenige Ausnahmen wurden wir von ihnen durch all unsere Stationen von Jerash hoch im Norden, über unsere perfekten Tage im legendären Petra bis hin zum Beduinen-Camp in der Wadi Rum begleitet. Ajlun (6)Doch wir hatten wieder ein wenig Zeitdruck, somit mussten wir uns aufmachen zur Grenzstadt Aqaba, um von dort aus ins israelische Eilat einzureisen, unser Visa für Ägypten an der Botschaft zu beantragen und uns dann zu unserem Zwischenziel Taba auf der ägyptischen Seite der Grenze aufzumachen – drei Länder an einem Tag.

 

 

Petra (133)             WadiRum (28) Petra (10)                    WadiRum (82)

Mit dem Bus ging es am nächsten Tag von Taba aus nach Sharm el Sheik. Als wir im Dunkeln dort eintrafen, dauert es nicht lange bis wir es uns zu Zweit auf dem Beifahrersitz eines privaten „Taxis“ (ein Einheimischer mit einem Pick Up) gemütlich machten, um ohne Licht die 30 Kilometer zu unserem Hotel zurück zu legen. Mit unseren Rücksäcken und unseren verschlissenen Klamotten, hieß es nun eine Woche 5 Sterne All In Tauchurlaub – welch ein Kontrast.

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